Beta
Kurz erklärt
Das Beta ist eine Kennzahl, die angibt, wie stark sich der Kurs eines Wertpapiers im Vergleich zu seinem Gesamtmarkt bewegt.
Der Markt selbst hat definitionsgemäß ein Beta von 1. Ein Beta von 1,4 bedeutet, dass eine Aktie historisch um 1,4 Prozent schwankte, wenn der Markt sich um 1 Prozent bewegte – nach oben wie nach unten. Ein Beta von 0,6 kennzeichnet einen unterdurchschnittlich schwankenden Wert.
Typische Ausprägungen
Zyklische Branchen wie Automobil, Halbleiter und Bau weisen meist ein Beta über 1 auf. Defensive Bereiche wie Versorger, Basiskonsum und Pharma liegen darunter. Negative Betas sind selten und bedeuten eine gegenläufige Bewegung zum Markt.
Wo es eingesetzt wird
Das Beta ist Bestandteil des Capital Asset Pricing Model und geht dort in die Berechnung der Eigenkapitalkosten ein – die wiederum in jedes Discounted-Cashflow-Modell einfließen. Praktisch wird es zur Steuerung des Portfoliorisikos verwendet.
Die Einschränkung
Das Beta wird aus Vergangenheitsdaten berechnet und ist nicht stabil: Es verändert sich mit dem Betrachtungszeitraum und mit dem gewählten Vergleichsindex. Es misst zudem nur die Marktabhängigkeit, nicht das unternehmensspezifische Risiko – ein Unternehmen mit niedrigem Beta kann trotzdem insolvent gehen.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.