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Discounted-Cashflow-Modell (DCF)

Kurz erklärt

Das Discounted-Cashflow-Modell ist ein Bewertungsverfahren, das den Wert eines Unternehmens aus seinen erwarteten künftigen Zahlungsströmen ermittelt, indem diese auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst werden.

Die Grundidee: Ein Euro heute ist mehr wert als ein Euro in zehn Jahren. Um beides vergleichbar zu machen, werden künftige Zahlungsströme mit einem Zinssatz abgezinst – dem Kapitalkostensatz, der Zinsniveau und Risiko abbildet.

Der Ablauf

Zuerst werden die freien Cashflows für einen überschaubaren Zeitraum prognostiziert, meist fünf bis zehn Jahre. Danach folgt ein Endwert für alles Weitere, der oft den größten Teil des Ergebnisses ausmacht. Beides wird abgezinst und summiert; nach Abzug der Nettoverschuldung ergibt sich der Wert des Eigenkapitals und daraus der faire Wert je Aktie.

Die Schwäche des Modells

Das DCF ist rechnerisch sauber und in den Annahmen extrem empfindlich. Kleine Änderungen am Abzinsungssatz oder an der unterstellten ewigen Wachstumsrate verschieben das Ergebnis um zweistellige Prozentsätze. Wer will, kann mit einem DCF fast jeden gewünschten Wert begründen. Sinnvoll ist es deshalb weniger als Punktprognose, sondern als Bandbreite mit mehreren Szenarien.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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