Kursabschlag
Kurz erklärt
Ein Kursabschlag ist die rechnerische Verringerung des Börsenkurses, die eintritt, weil dem Wertpapier durch eine Ausschüttung oder Kapitalmaßnahme ein Wert entzogen wurde.
Ein Kursabschlag ist kein Kursverlust. Er gleicht lediglich aus, dass die Aktie einen Anspruch nicht mehr enthält oder dass sich die Zahl der Anteile verändert hat.
Die typischen Fälle
Der Dividendenabschlag entsteht am Ex-Tag: Der Kurs sinkt rechnerisch um den ausgeschütteten Betrag, weil neue Käufer die Dividende nicht mehr erhalten. Wer die Aktie hält, bekommt sie dafür ausgezahlt.
Der Bezugsrechtsabschlag tritt ein, wenn bei einer Kapitalerhöhung neue Aktien unter dem Marktpreis ausgegeben werden. Das Bezugsrecht, das dem Altaktionär zufällt, kompensiert den Abschlag rechnerisch.
Auch ein Aktiensplit führt zu einem Abschlag – hier verteilt sich derselbe Wert auf mehr Stücke.
Praktischer Hinweis
In Kurscharts und Depotübersichten kann ein solcher Abschlag wie ein plötzlicher Einbruch aussehen. Bereinigte Charts rechnen ihn heraus, unbereinigte nicht. Wer die Wertentwicklung beurteilen will, sollte deshalb wissen, welche Darstellung er vor sich hat.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.