Ausschüttung
Kurz erklärt
Eine Ausschüttung ist die Auszahlung erwirtschafteter Erträge an Anleger – bei Aktiengesellschaften in Form der Dividende, bei Fonds und ETFs als Ertragsausschüttung.
Bei einer Aktiengesellschaft beschließt die Hauptversammlung auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, welcher Teil des Gewinns ausgeschüttet wird. Fonds und ETFs schütten die laufenden Erträge ihres Portfolios aus – Dividenden, Zinsen und teilweise realisierte Kursgewinne –, meist vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich.
Der Kurs sinkt mit
Am Ausschüttungstag sinkt der Kurs rechnerisch um den ausgezahlten Betrag. Bei Aktien heißt dieser Tag "ex Dividende". Eine Ausschüttung ist deshalb kein Zusatzgewinn, sondern eine Umschichtung von Depotwert in Bargeld.
Ausschüttend oder thesaurierend
Thesaurierende Fonds legen die Erträge automatisch wieder an. Das stärkt den Zinseszinseffekt und spart Wiederanlagekosten. Ausschüttende Fonds liefern regelmäßige Zahlungen und eignen sich, um den Sparer-Pauschbetrag Jahr für Jahr auszuschöpfen. Auf Ausschüttungen fallen Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag an, soweit der Freibetrag bereits ausgeschöpft ist.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
Veröffentlicht am