Swap
Kurz erklärt
Ein Swap ist ein Finanzderivat, bei dem zwei Parteien vereinbaren, künftige Zahlungsströme nach festgelegten Regeln miteinander zu tauschen.
Der Name stammt vom englischen Wort für tauschen. Gehandelt werden Swaps überwiegend außerbörslich zwischen Banken und institutionellen Marktteilnehmern; ein erheblicher Teil wird inzwischen über zentrale Gegenparteien abgewickelt.
Die wichtigsten Formen
Beim Zinsswap tauscht eine Seite feste gegen variable Zinszahlungen – ein Unternehmen mit variabel verzinstem Kredit kann sich so gegen steigende Zinsen absichern. Beim Währungsswap werden Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen getauscht. Beim Total Return Swap wird die gesamte Wertentwicklung eines Basiswerts gegen eine andere Zahlung getauscht.
Wo Privatanleger ihnen begegnen
Vor allem bei synthetisch replizierenden ETFs. Diese kaufen die Indexwerte nicht selbst, sondern lassen sich die Indexrendite über einen Swap von einer Bank liefern. Das ermöglicht die genaue Nachbildung schwer zugänglicher Märkte, bringt aber ein Kontrahenten-Risiko mit – begrenzt durch die UCITS-Obergrenze von 10 Prozent des Fondsvermögens je Gegenpartei und in der Praxis durch Besicherung deutlich darunter.
Ausgetauscht wird bei einem Swap nur die Differenz der Zahlungsströme, nicht der zugrunde liegende Nominalbetrag.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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