Total Expense Ratio (TER)
Kurz erklärt
Die Total Expense Ratio ist die Gesamtkostenquote eines Fonds und gibt an, welcher Anteil des Fondsvermögens jährlich für laufende Kosten aufgewendet wird.
Enthalten sind Verwaltungsvergütung, Kosten der Verwahrstelle, Prüfungs- und Veröffentlichungskosten. Die TER wird nicht separat abgebucht, sondern laufend dem Fondsvermögen entnommen – sie ist in der ausgewiesenen Wertentwicklung bereits berücksichtigt.
Was sie nicht enthält
Der Name führt in die Irre: Transaktionskosten des Fonds beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren zählen nicht dazu, ebenso wenig erfolgsabhängige Vergütungen, Swap-Gebühren oder die eigenen Handelskosten des Anlegers wie Ordergebühr und Spread. Die tatsächliche Belastung liegt damit über der TER.
Die aussagekräftigere Kennzahl
Bei ETFs ist die Tracking-Differenz der bessere Maßstab: die tatsächliche Abweichung der Fondsrendite vom Index über mehrere Jahre. Sie enthält sämtliche Kosten und zugleich Erträge etwa aus Wertpapierleihe. Es kommt vor, dass ein ETF mit höherer TER die geringere Tracking-Differenz aufweist.
Warum es zählt
Ein Unterschied von einem Prozentpunkt jährlich summiert sich über dreißig Jahre auf einen Betrag, der schnell ein Viertel des Endvermögens ausmacht. Kosten sind die einzige Renditegröße, die im Voraus bekannt ist.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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