Lexikon keine Anlageberatung

Optionsschein

Kurz erklärt

Ein Optionsschein ist ein von einer Bank ausgegebenes verbrieftes Recht, einen Basiswert bis zu einem festgelegten Termin zu einem vereinbarten Preis zu kaufen oder zu verkaufen.

Wie bei Optionen gibt es Call-Varianten für steigende und Put-Varianten für fallende Kurse. Der Käufer zahlt eine Prämie und riskiert höchstens diesen Betrag.

Der entscheidende Unterschied zur Option

Optionen sind standardisierte Kontrakte, die an Terminbörsen wie der Eurex gehandelt und über eine Clearingstelle abgewickelt werden. Optionsscheine dagegen sind Inhaberschuldverschreibungen einer Bank. Wer sie kauft, erwirbt eine Forderung gegen den Emittenten – und trägt dessen Ausfallrisiko. Geht die Bank insolvent, ist der Schein wertlos, unabhängig vom Kurs des Basiswerts.

Praktisch bedeutet das auch: Der Emittent stellt selbst die Kurse. Es gibt kein offenes Orderbuch mit vielen Marktteilnehmern, sondern einen Market Maker, der Geld- und Briefkurs vorgibt.

Preisbildung

Der Wert setzt sich aus innerem Wert und Zeitwert zusammen. Der Zeitwert schmilzt bis zum Verfall auf null, und zwar zum Ende hin beschleunigt. Stark beeinflusst wird der Preis zudem von der erwarteten Schwankungsbreite: Sinkt die Volatilität, verliert ein Optionsschein an Wert, selbst wenn sich der Basiswert in die erhoffte Richtung bewegt. Dieser Effekt überrascht Einsteiger regelmäßig.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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