Lexikon keine Anlageberatung

Wertpapierleihe

Kurz erklärt

Die Wertpapierleihe ist die zeitweise Überlassung von Wertpapieren gegen Gebühr, bei der der Entleiher Sicherheiten stellt und die Papiere später zurückgibt.

Rechtlich handelt es sich nicht um eine Leihe, sondern um ein Darlehen: Das Eigentum geht über, zurückgegeben werden Papiere gleicher Art und Menge. Entliehen wird vor allem für Leerverkäufe und zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen.

Warum Fonds das tun

Viele ETFs und Fonds verleihen Wertpapiere aus ihrem Bestand. Die vereinnahmten Gebühren kommen dem Fondsvermögen zugute und verbessern die Tracking-Differenz – teils so weit, dass ein ETF seinen Index leicht übertrifft.

Das Risiko

Fällt der Entleiher aus, greifen die hinterlegten Sicherheiten. Diese werden täglich bewertet und liegen üblicherweise über dem Wert der verliehenen Papiere. Ein Restrisiko bleibt dennoch, etwa wenn die Sicherheiten gleichzeitig an Wert verlieren.

Was Anleger prüfen können

Ob und in welchem Umfang ein Fonds Wertpapierleihe betreibt, steht im Jahresbericht: Verleihquote, Art der Sicherheiten und der Anteil der Erträge, der dem Fondsvermögen zufließt. Manche Anbieter verzichten ganz darauf. Die Frage ist für die Beurteilung physisch replizierender ETFs mindestens so wichtig wie die Gesamtkostenquote.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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