Aufgeld
Kurz erklärt
Das Aufgeld, auch Agio genannt, ist der Aufschlag, um den der Preis eines Wertpapiers über seinem Nennwert oder seinem inneren Wert liegt.
Der Begriff taucht in mehreren Zusammenhängen auf und meint jedes Mal einen Aufschlag über einem Referenzwert:
- Anleihen: Wird eine Anleihe über pari ausgegeben oder gehandelt, also über 100 Prozent des Nennwerts, ist die Differenz das Aufgeld.
- Optionsscheine und Zertifikate: Hier gibt das Aufgeld an, um wie viel teurer der Erwerb des Basiswerts über den Schein ist als der Direktkauf. Es entspricht im Wesentlichen dem Zeitwert und schmilzt bis zum Laufzeitende auf null.
- Fonds: Der Ausgabeaufschlag wird ebenfalls als Agio bezeichnet.
Angegeben wird das Aufgeld meist in Prozent, häufig zusätzlich als jährliches Aufgeld. Diese Umrechnung auf ein Jahr macht Papiere mit unterschiedlichen Restlaufzeiten vergleichbar. Ein hohes Aufgeld bedeutet: Der Kurs des Basiswerts muss deutlich steigen, damit sich die Position überhaupt rechnet.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
Veröffentlicht am