Geldmarktfonds
Kurz erklärt
Ein Geldmarktfonds ist ein Investmentfonds, der in sehr kurzfristige, hochliquide Anlagen wie Termingelder und Geldmarktpapiere mit erstklassiger Bonität investiert.
Die Restlaufzeiten der enthaltenen Papiere sind kurz, meist unter einem Jahr, häufig deutlich darunter. Dadurch schwankt der Anteilswert nur geringfügig, und die Rendite folgt eng dem aktuellen Zinsniveau am Geldmarkt.
Wofür sie eingesetzt werden
Als Parkstation für Mittel, die kurzfristig verfügbar bleiben sollen: Liquiditätspuffer, angesparte Beträge vor einer größeren Anschaffung oder Kapital zwischen zwei Anlageentscheidungen. In Phasen höherer Zinsen sind sie eine Alternative zum Tagesgeld, ohne an ein einzelnes Institut gebunden zu sein.
Die Unterschiede zum Tagesgeld
Ein Geldmarktfonds ist Sondervermögen und damit nicht auf die Einlagensicherung angewiesen – dafür gibt es keine Garantie auf den Kapitalerhalt. In Marktverwerfungen sind kleine Verluste möglich. Verfügbar ist das Geld börsentäglich, allerdings mit Abwicklungsfrist statt sofort.
Kosten und Steuer
Bei sehr niedrigen Zinsen können die laufenden Kosten die Rendite aufzehren. Steuerlich gilt: Geldmarktfonds erhalten keine Teilfreistellung, da sie keine Aktienquote aufweisen. Erträge unterliegen der Abgeltungssteuer in voller Höhe.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.