Lexikon keine Anlageberatung

Verrechnungskonto

Kurz erklärt

Ein Verrechnungskonto ist das Geldkonto, das zu einem Wertpapierdepot gehört und über das sämtliche Zahlungen im Zusammenhang mit Wertpapiergeschäften laufen.

Über dieses Konto werden Kaufpreise abgebucht, Verkaufserlöse gutgeschrieben, Dividenden und Zinsen ausgezahlt sowie Gebühren und Steuern eingezogen. Das Depot selbst enthält nur die Wertpapiere.

Der rechtliche Unterschied

Wertpapiere im Depot bleiben Eigentum des Anlegers und fallen bei einer Insolvenz der Bank nicht in die Insolvenzmasse. Guthaben auf dem Verrechnungskonto ist dagegen eine Forderung gegen die Bank – geschützt über die Einlagensicherung bis 100.000 Euro je Kunde und Institut.

Warum das Guthaben zum Jahreswechsel wichtig ist

Anfang Januar zieht die Bank die Steuer auf die Vorabpauschale des Vorjahres ein. Reicht das Guthaben nicht aus, rutscht das Konto in den Dispositionskredit und verursacht Zinsen. Wer thesaurierende ETFs hält, sollte deshalb zum Jahresbeginn eine ausreichende Deckung vorsehen.

Worauf zu achten ist

Ob das Verrechnungskonto verzinst wird, unterscheidet sich erheblich zwischen den Anbietern – bei größeren liegengebliebenen Beträgen macht das einen spürbaren Unterschied. Zu prüfen ist außerdem, bei welchem Institut das Konto tatsächlich geführt wird, denn davon hängt die anwendbare Einlagensicherung ab.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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