Lexikon keine Anlageberatung

Wiederanlage

Kurz erklärt

Wiederanlage bezeichnet das erneute Investieren erhaltener Erträge wie Dividenden, Zinsen oder Ausschüttungen in dieselbe oder eine andere Anlage.

Die Wiederanlage ist der Mechanismus, über den der Zinseszinseffekt bei Wertpapieren überhaupt entsteht. Erträge, die auf dem Konto liegen bleiben, arbeiten nicht weiter – bei langen Anlagezeiträumen macht das einen erheblichen Unterschied im Endvermögen aus.

Automatisch oder manuell

Thesaurierende Fonds und ETFs legen Erträge intern wieder an: ohne Ordergebühren, ohne Verzögerung und ohne dass etwas zu tun ist. Bei ausschüttenden Fonds und Einzelaktien muss die Wiederanlage selbst erfolgen. Manche Broker bieten dafür eine automatische Funktion an, sonst sammeln sich Ausschüttungen auf dem Verrechnungskonto, bis ein sinnvoller Kaufbetrag erreicht ist.

Was zu beachten ist

Bei manueller Wiederanlage fallen Ordergebühren und Spread erneut an, was kleine Beträge unwirtschaftlich macht. Zudem sind Ausschüttungen bereits versteuert, sodass nur der Nettobetrag wieder angelegt wird – ein Grund, warum thesaurierende Fonds in der Ansparphase häufig etwas vorteilhafter sind.

Die Wiederanlage ist zugleich eine Gelegenheit zum Rebalancing: Ausschüttungen lassen sich gezielt dort investieren, wo die gewünschte Gewichtung unterschritten ist.

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Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.

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