Eigenkapital
Kurz erklärt
Eigenkapital ist der Teil des Unternehmensvermögens, der nach Abzug aller Schulden übrig bleibt und damit den Eigentümern beziehungsweise Aktionären zusteht.
In der Bilanz steht das Eigenkapital auf der Passivseite und setzt sich aus mehreren Positionen zusammen: dem gezeichneten Kapital, also den Einlagen der Eigentümer, Kapital- und Gewinnrücklagen sowie dem Gewinn- oder Verlustvortrag und dem Jahresergebnis.
Anders als Fremdkapital muss Eigenkapital nicht zurückgezahlt und nicht verzinst werden. Es trägt dafür das volle unternehmerische Risiko: Verluste werden zuerst gegen das Eigenkapital verrechnet. Genau deshalb wirkt es als Puffer – je mehr davon vorhanden ist, desto länger übersteht ein Unternehmen schwierige Jahre, ohne zahlungsunfähig zu werden.
Übersteigen die Verluste das vorhandene Eigenkapital, entsteht eine bilanzielle Überschuldung. Bei Kapitalgesellschaften ist das ein möglicher Insolvenzgrund, sofern keine positive Fortführungsprognose vorliegt.
Für die Beurteilung eines Unternehmens werden aus dem Eigenkapital zwei zentrale Kennzahlen abgeleitet: die Eigenkapitalquote und die Eigenkapitalrendite.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.
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