Rendite
Kurz erklärt
Die Rendite ist der Ertrag einer Anlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital, ausgedrückt in Prozent und meist bezogen auf ein Jahr.
Die Rendite macht Anlagen unterschiedlicher Größe und Laufzeit vergleichbar – aber nur, wenn gleich gerechnet wird.
Was einfließen sollte
Vollständig ist eine Rendite erst, wenn sie neben Kursveränderungen auch Dividenden, Zinsen und Ausschüttungen enthält. Abzuziehen sind Ordergebühren, laufende Kosten und Steuern; erst dann steht die Nettorendite.
Nominal und real
Von einer nominalen Rendite von 6 Prozent bleibt bei 3 Prozent Inflation real rund 3 Prozent Kaufkraftgewinn. Für langfristige Anlageziele ist ausschließlich die reale Rendite aussagekräftig.
Über mehrere Jahre
Aus jährlichen Renditen wird nicht der arithmetische Durchschnitt gebildet. Plus 50 Prozent und anschließend minus 50 Prozent ergeben nicht null, sondern einen Verlust von 25 Prozent. Korrekt ist die geometrische Durchschnittsrendite, oft als jährliche Wachstumsrate ausgewiesen. Bei laufenden Ein- und Auszahlungen kommt der interne Zinsfuß zum Einsatz.
Rendite und Risiko
Höhere erwartete Renditen sind ohne höheres Risiko nicht zu haben. Angebote, die überdurchschnittliche Erträge bei angeblicher Sicherheit versprechen, verschweigen das Risiko – oder existieren nicht.
Hinweis: Dieser Eintrag dient ausschließlich der allgemeinen Erklärung von Fachbegriffen und stellt weder eine Anlageberatung noch eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Investitionen am Kapitalmarkt sind mit Risiken verbunden, bis hin zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals.